51. Deutsche Meisterschaften der Masters „Kurz Strecken“

im Schwimmen und Synchronschwimmen

vom 31. Mai -2.Juni 2019 in Karlsruhe

Text und Fotos von Petra Schröder-Heidrich

 

ENTDECKEN, ERLEBEN, BESUCHEN – Willkommen in der Fächerstadt, Kultur und Stadterlebnis mit mediterranem Flair. So wirbt die Stadt Karlsruhe und lädt ein zu einem Besuch in eine der jüngeren Städte Deutschlands. Die „Fächerstadt“ Karlsruhe verdankt ihren Beinamen ihrem geplanten fächerförmigen Grundriss. Und so erklärt sich auch der Name des Bades, in dem vom 31. Mai bis 2. Juni 2019 die 51. Deutschen Meisterschaften der Masters „Kurze Strecken“ im Schwimmen und Synchronschwimmen vom 31. Mai bis 2. Juni 2019 stattfanden: Das Fächerbad.

Die Größe des ausrichtenden SSC Karlsruhe als auch die Größe und Anlage des Fächerbades boten sich für die Durchführung einer Doppel-Meisterschaft im Schwimmen und Synchronschwimmen an und so hieß es nach 1999 und 2003 „aller guten Dinge sind (mindestens) drei“, denn die Fachspartenvorsitzende Ulrike Urbaniak hoffte schon vor Beginn der Wettkämpfe, dass der SSC Karlsruhe mit seiner Schwimm- und Synchronschwimmabteilung nicht zum letzten Mal die Ausrichtung von Deutschen Meisterschaften übernimmt.

Die Mastersschwimmer/-Innen ließen sich auch nicht lange bitten und so kamen 891 Aktive aus 236 Vereinen bundesweit nach Karlsruhe und gaben  2648 Einzelmeldungen sowie 453 Staffelmeldungen ab. „Alles im Rahmen und gut zu handhaben“, war Ralf Gauger, verantwortlich für das Schwimmen in der Fachsparte Masterssport, schon nach der Veröffentlichung des Meldeergebnis zufrieden mit der Resonanz. Vom ersten Start an zeigten sich dann auch die Aktiven ebenso zufrieden mit der Organisation, der Durchführung und vor allem mit dem tollem Bad, inclusive dem „Cabrio-Becken“ für die Synchronschwimmer/-Innen und den „fantastischen Außenanlagen“ wie Ulrike Urbaniak, Vorsitzende der Fachsparte bei ihrem Dank an die Organisatoren später sagen sollte. Da auch das Wetter mitspielte und die bereits angeführten parkähnlichen Außenanlagen durchgehend von den Masters und ihren Familien genutzt werden konnte, stellte sich das versprochene mediterrane Flair schnell ein. Auch ließ das Catering keine Wünsche offen und insbesondere das Kuchenbuffet war ständig umlagert. 120-150 selbstgebackene Kuchen, 35-40 Pfund Kaffee und eine leider nicht näher bezifferte Größenordnung des wunderbaren selbstgemachten Joghurts sorgten für große Zufriedenheit und Begeisterung aller Aktiven und Gäste. Die Freundlichkeit der 80-100 Helferinnen und Helfer, die im Vier-Stunden-Schichtdienst unterwegs waren, taten das übrige zu einer rundum gelungenen Veranstaltung dazu. Schön war auch zu beobachten, wie die Schwimmerinnen und Schwimmer immer mal wieder bei den „Synchronis“ vorbei schauten und den dortigen Leistungen Respekt zollten.

Nachdem die Rahmenbedingungen so gut gesetzt waren, ließen auch die sportlichen Höhepunkte nicht lange auf sich warten. Insgesamt 28 neue deutsche Mastersrekorde und fünf Europarekorde wurden aufgestellt, darunter zwei Staffel-Rekorde der SG Gladbeck/Recklinghausen und des SSF Bonn. Bettina Merkle (Neckarsulmer Sport-Union in der AK 30) war gleich mit drei deutschen Rekorden erfolgreich, ebenso wie Helmut Richter (SG Gladbeck/Recklinghausen, AK 80), Katja Otto (SG Stadtwerke München, AK 35), Luise Knöpfle (SG Stadtwerke München, AK 80) und Bernd Horstmann (Waspo Nordhorn, AK 75), die sich ebenfalls alle mehrfach in die Rekordlisten eintrugen. Allen voran jedoch war es einmal mehr Susanne Reibel-Oberle (SSV Lahr, AK 55), die mit sechs deutschen Rekorden und drei Europarekorden zu den erfolgreichsten Schwimmerinnen der Meisterschaften zählt. Das hohe Niveau der Meisterschaften und das breite Leistungsspektrum lassen gespannt auf die kommenden Masters-Weltmeisterschaften in Gwangju/Südkorea blicken. Die Generalprobe und der letzte Leistungstest vor den Weltmeisterschaften dürften auf jeden Fall gelungen sein.

Die vielen strahlenden Gesichter und die tolle Stimmung in der Schwimmhalle waren abschließend der Lohn für den großen ehrenamtlichen Einsatz des Orgateams vom SSC Karlsruhe. Sie haben alles dafür getan,  dass die Mastersfamilie gerne wiederkommen möchte. Der große Dank von Ulrike TestUrbaniak galt daher stellvertretend für die vielen helfenden Hände der Hauptorganisatorin Mechthild Swienty, Ralf Storch für das Meldeergebnis und die Auswertung beim Schwimmen, Gudrun Hennig und Pia Wolf für die Organisation der Synchronmeisterschaften, Susi Stöbener für das Catering und Achim Raab, Vorsitzender der Mastersabteilung, für die Ansage bei den Siegerehrungen, für die Ausschilderung, den Auf- und Abbau und vieles mehr im Vorfeld der Veranstaltung. Großer Dank auch an das Kampfgericht und die Schiedsrichter, die ruhig, stets ansprechbar und freundlich für einen reibungslosen Ablauf sorgten.

Alle Ergebnisse findet man unter www.dsv.de oder auf der Veranstaltungsseite www.dmm-karlsruhe.de

Hinweis: Über die Deutschen Meisterschaften im Synchronschwimmen wird gesondert berichtet.


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